Bolivien erhebt Anspruch auf Goldschatz vor Portugal
Manchmal wirkt die Kolonialgeschichte ganz unerwartet bis in die Gegenwart nach. 2007 entdeckten amerikanische Forscher vor der Küste Portugals einen Schatz in einem gesunkenen Schiffswrack. Dieser Schatz, aus Gold und Silber bestehend, weckte sogleich das Interesse der bolivianischen Regierung, die ihn sogleich zu ihrem Eigentum erklärte – der Schatz stamme eindeutig aus ihrem Land. Der bolivianische Vorsitzende des Kulturministeriums verkündete, dass der Schatz höchstwahrscheinlich aus der Kolonialzeit und und aus einer südliche Region Boliviens entstamme. Dies könne er nach eingehender Prüfung der Münzen beweisen, da diese eine charakteristische Prägung aufweisen müssten.
Sobald man den Fund eindeutig als bolivianisches Eigentum identifiziert habe, würde man – mit Verweis auf die Bestimmung der UNESCO – die Kulturgüter ins Ursprungsland zurückführen. Sogleich leitete Menses alles in die Wege für eine Erlaubnis, den Schatz von einem Fachmann begutachten zu lassen.
Bei dem vor Portugal gefundenen Schiffswrack handelt es sich um die “Nuestra Senora de las Mercedes”. 1804 sank dieses spanische Schiff vor Portugals Küste als es sich auf der Überfahrt von Peru nach Spanien befand. Peru werde daher ebenfalls Anpruch auf den Schatz erheben, teilte Meneses mit.